Dienstag, 23. August 2011

Testlauf...

Ich bastel momentan an einigen Social Media Auftritten für die B&P Immobilien GmbH aus Bergheim. Dazu gehört die eigene Homepage, die Facebook-Fanpage, der eigenen Youtube-Kanal und der eigene flickr-Account. Hier will ich jetzt einfach mal die Einbindung in den Text ausprobieren. Ihr dürft es euch natürlich liebend gerne auch selbst mal anschauen ;)

Homepage:

www.bundpimmobilien.de

Facebook:

www.facebook.com/bundpimmobilienbergheim

Youtube:



flickr:

Mittwoch, 16. September 2009

Septembertage...

...sind dieses Jahr irgendwie merkwürdig. Weder schön, noch schlecht, weder aufregend noch langweilig. Komisch, dieser September. Ich glaube, ich hatte permanent etwas zu tun, doch wenn ich zurück denke kommt es mir so vor, als ob ich nichts getan hätte. Was war das blos? Achja, Barcelona war...oh Mann...ein Erlebnis (das sogar noch im August war)! Die "harten Fakten": 7 Tage von zu Hause weg, 4000 Kilometer geflogen, 2000 Kilometer mit dem Auto gefahren, 40 Kilometer gelaufen, vier Länder bereist, an einem Tag von den französischen Alpen bis in die Pyrenäen gefahren, Spaß pur! Der Urlaub war schon echt was besonderes. Aber, er musste es auch werden, schließlich war er seit 3 Jahren mehr oder weniger geplant.

Und was kam danach? Richtig, Campus Symposium! Tony Blair in Iserlohn. Ein beeindruckender Mensch (jedenfalls was ich so mitbekommen konnte). Meine persönliche Aufgabe war die Betreuung des deutschen Astronauten Ulrich Walther sowie von Klaus Neuhaus, Vorstandsmitglied der NRW-Bank. Es war auch mal interessant zu erleben, wie sich "solche" Herrschaften geben. Dabei muss ich sagen, dass Herr Neuhaus überaus freundlich war und ich auch andere Menschen kennengelernt habe, die überaus nett waren. Dabei hat mich besonders das Solartaxi und sein Erfinder Louis Palmer begeistert.

Neben der Recherchearbeit für ein Uniprojekt sowie der "grandiosen" 1:5 Niederlage des BVB gegen die Lederhosenträger bewegte mich, natürlich der Saisonauftakt der Eispiraten Crimmitschau. Dabei gab es am Sonntag ein pefektes Beispiel, für diesen Monat. Die ganze Tagesaufgabe bestand für mich darin, aus Iserlohn zum Eishockey nach Crimmitschau zu fahren - eine Aufgabe, die mich den ganzen Tag beschäftigt hat. Daher: viel zu tun und doch nicht viel...komisch...Übrigens: der Saisonstart war äußerst erfolgreich. 5 Punkte aus zwei Spielen - das lässt sich sehen!

Am Abend dann die wohl wichtigste TV-Sendung des Monats. Das "TV-Duell" - Moderatoren gegen Politiker. Denn mehr Duell war da nicht dabei. Die Politiker (Merkel/Steinmeier) konnten nicht wirklich gegeneinander ankämpfen, da sie sich sonst mehr als unglaubwürdig für die letzten 4 Jahre gemacht hätten. Und die Moderatoren nutzen diese "Farce" mehr oder weniger als Selbstprofilierung. Wer steht mehr im Mittelpunkt, welcher Sender hat die besseren Akzente gesetzt, wer übertrifft wen. Ich glaube, dass dies das 1. Mal war, dass mich die Medienlandschaft "genervt" hat. Viel angenehmer (und auch mehr Duell, wenn auch Triell) war dann die Wahlveranstaltung am Montag. Power, Kampf um die Partei, Einsatz, Durchschlagskraft. Die Veranstaltung war wenigstens keine externe Inszenierung, sondern eine richtig gute Sendung. Das ist für mich guter Journalismus gewesen, nicht das vom Vortag.

Jetzt schauen wir mal, wie die nächsten Wochen weiter gehen. Dann auch wieder mehr von mir.

Liebe Grüße. Markus

Sonntag, 23. August 2009

verrueckte Woche...

Nun soll es mal wieder so weit sein: ich melde mich! Und dann auch noch von einem Ort, der ausserhalb Deutschlands liegt...Barcelona! Denn genau hier bin ich gestern in Begleitung von Jacob zu unserem einwoechigen Urlaub angekommen. Und dies, obwohl ich am Mittwoch noch in Dortmund im Stadion sass und Real Madrid zugesehen hatte...verrueckt!

Leider kann ich nicht viel schreiben, da mich diese unheimlich schreckliche Tastatur einerseits und der fehlende Zeit andererseits davon abhaelt. Trotzalledem einige Impressionen:

Gestern sind wir a, fruehen Abend in Gerona, dem Billigflughafen 100 Kilometer ausserhalb Barcelonas, angekommen. Per Bus ging es in die Stadt am Mittelmeer, wo wir anschliessend die Suche nach unserem Hostel begannen. Gegen 22 Uhr trieb es uns dann in die Stadt, mit dem Ziel, noch ein gemuetliche Bierchen zu trinken. Dieses gemuetliche Beisammensein endete schliessich 3 Uhr in unserem Hostel. Heute morgen konnte man dann endlich auch die Lage des Hostels richtig erkennen (gestern war es ja noch dunkel). Wir wohnen fast am hoechsten Punkt Barcelonas, was uns einen tollen Ueberblick ueber die Stadt und die anliegenden Vororte beschert. Gepaart mit dem herrlichen Wetter ergibt dies einen einfach tollen Moment!

Jetzt sind wir gespannt, wo es uns waehrend der naechsten Tage hinverschlaegt. Das Wetter scheint toll zu sein (vielleicht ein bisschen zu toll...) und die Unternehmungslust ist auch vorhanden. So lange alles andere passt steht uns zu einer erlebnisreichen Woche nicht mehr viel im Weg!

In diesem Sinne wuensche ich euch noch ein schoenes Restwochenende und einen erfolgreichen Start in die Woche!

Liebe Gruesse,

Euer Markus

Mittwoch, 5. August 2009

Sommer in Sachsen

Hallo zusammen.

Jetzt geht es los. Die Zeit und die Motivation sind da, um nun auch von sonstigen Erlebnissen Kommentare abzugeben. Das Semester war schneller rum als ich dachte, das Wetter wechselte genauso schnell wie meine Aufenthaltsorte der letzten Wochen und die Erde hat sich auch kräftig weiter gedreht. Es wäre zu viel, um dies alles zu beschreiben, daher nun ein kurzer Eintrag zum Moment:

Momentan bin ich bis zum Wochenende in Lengenfeld und helfe meinen Eltern bei der Renovierung. Leider bin ich aber auch schon seit heute wieder außer Gefecht, da mir (vermutlich) ein Hämatom aus dem Arm operativ entfernt wurde und ich somit nun während der nächsten Tage nichts groß mit dem linken Arm heben kann...Nächste Woche kommen die Ergebnisse aus dem Labor - hoffen wir auf gute Nachrichten ;)

Ansonsten sitze ich gerade auf der Terrasse und kann das wunderschöne Wetter genießen. Der Himmel ist mit kaum einer Wolke bedeckt, sodass eine angenehmen sommerliche Wärme auf unseren Garten herunter kommt. Ich hoffe, dass es auch während der nächsten Wochen so bleiben wird, damit der Sommer auch ein bisschen genossen werden kann. Mal schauen, was da so alles kommen wird.

Ich werd mich jetzt mal um meinen Papa kümmern und dann irgendwann in den nächsten Tagen wieder melden.

Liebe Grüße an alle aus Lengenfeld.

Samstag, 18. April 2009

neue Länderübersicht

so, bevor der nächste Teil aus Israel kommt, hier eine neue Länderübersicht über all meine Reiseziele (mittlerweile schon 27, es werden mehr...!!! :) ):











Donnerstag, 9. April 2009

Markus in Israel

Ich bin im heiligen Land - wer haette das gedacht?!? Mittlerweile dauert mein Besuch hier schon fast eine Woche an und es ist alles sehr interessant! Ich werde hier versuchen, einen ersten Bericht zu schreiben und in einem neuen Beitrag noch ueber die weiteren Tage einen Stimmungsbericht abzugeben. In Deutschland werde ich dann den Rest der Reise schildern.

Wie ging es los? Letzten Donnerstag trieb mich das Rail and Fly Ticket nach Berlin, da wir 19.30 Uhr von Tegel aus nach Tel Aviv geflogen sind. Wir, das sind Elli, zwei Freunde von ihr und ich. Nachdem die Ankuft irgendwann in der Nacht war und wir schliesslich noch in ein Hostel konnten, machten wir uns gleich auf den Weg in die Innenstadt von Tel Aviv (zu unserer Unterkunft). Die Stadt am Mittelmeer war dann auch am Freitag Mittelpunkt all unserer Handlungen und so vergnuegten wir uns bei angenehmen 24 Grad (gefuehlt) am Strand. Nachdem wir auch noch den Markt kennen lernen konnten, ging es ab zum Flughafen und zur Autoabholung. Nach einer Stunde Hin-und-Her hatte dann alles geklappt und wir begaben uns auf den Weg ins 60 Kilometer entfernt gelegene Jerusalem. Dort trafen wir einen weiteren Freund, mit dem wir dann noch bis spaet in die Nacht Cocktails trinken und Wasserpfeiffe schnuppern waren. Sehr angenehm!

Der Samstag fuehrte uns dann in den historisch wertvollen Teil der Westbank (auch Westjordanland in Deutschland genannt). Dort betrachteten wir Bethlehem und Jericho. Hier lernte ich auch zum ersten Mal in meinem Leben arabische Christen kennen und musste einige Inhalte meines Weltbildes veraendern. Was ich gerade historisch ueber diese Region gelernt habe (und natuerlich auch religioes), laesst sich nicht in diesen Zeilen herueber bringen. Alles sehr interessant! In Bethlehem sahen wir unter anderem die Geburtskirche von ihr wisst schon wem ;)

Sonntag sollten wir uns dann den Weg quer durch die Niederungen Israels bewegen. Und wenn ich Niederungen schreibe, dann meine ich auch Niederungen...! Bis zu 450 Meter unter dem Meeresspiegel fuehrten uns die Raeder unseres Autos an der Grenze zu Jordanien entlang (und dabei gute 100 Kilometer am Toten Meer). Das Tages- und Vergnuegungsziel hiess Eilat und liegt am Roten Meer zur Grenze zu Jordanien sowie Aegypten. Also GANZ unten! Schon den Samstag begleitete uns Sonne pur und auch am Sonntag kamen die Hautzellen nicht zu kurz im tollen Sonnenbad. So genossen wir den ganzen Abend bis nachts um 4 im "Mallorca des Roten Meeres" oder im "Las Vegas Israels".

Wer lange feiern kann, der muss auch morgens aufstehen koennen...So hiess unsere Devise - schliesslich wollten wir doch nochmals schnorcheln gehen. Gesagt, getan und ab ins (nicht immer) kuehle Nass. Gegen Nachmittag brachen wir dann auf und sollten uns in eine Region begeben, von der wir von geschockt bis entzueckt alles waren. Dazu spaeter mehr...

Sonntag, 29. März 2009

Willkommen in der Realität

Da bin ich nun also wieder. Zurück in Deutschland. Schon seit gefühlten Ewigkeiten. Man könnte meinen, es ist ein zweites Leben. Ein anderes. Nicht schlecht, aber anders. In den letzten Wochen war ich damit beschäftigt, mein deutsches (echtes) Leben so einigermaßen in den Griff zu bekommen. Was nach einjähriger Abstinenz so alles anfällt...schon erstaunlich.

Genauso erstaunlich ist die Tatsache, dass ich in den vergangenen Wochen in 9 verschiedenen Bundesländern mit abermals knapp 5000 Kilometern unterwegs war. Schwarzbach, Bayreuth, Augsburg, Tübingen, Berlin und natürlich Iserlohn sowie Lengenfeld, um nur einige Punkte zu nennen. Ich bin auf den Geschmack gekommen. Reisen macht Spaß. Nur möchte ich am liebsten nur noch reisen und alles andere liegen lassen. Denn diese Freiheit, oder besser, Problemlosigkeit, ist das wertvollste, was man erleben kann. Das alles steckt auch noch immer tief in mir drin und ist wahrscheinlich exakt der Grund, der mir den Rest des Lebens so schwierig gestaltet. Motivation nennt man das glaube ich, was mir gerade fehlt.

Als weiteres Highlight, neben den bereits genannten Besuchen von allerlei wundervollen Menschen aus meiner Umgebung nenne ich jetzt einfach mal meinen Umzug. Schließlich wohne ich jetzt wieder in Iserlohn und musste hier meine neue Wohnung einrichten. Welch Freude, sag ich euch. Das soll nun nicht abwertend klingen, nein, keineswegs. Es macht riesig Spaß, in solch einer tollen Wohnung zu wohnen. Doch ist es auch recht anstrengend gewesen, was so die letzten Wochen alles anlag.

Aber nun ist die Eingewöhnungphase vorbei. Letzte Woche begann die Uni und das Leben geht wieder los. Ich glaube jedenfalls, dass man dies so nennt. Daher gilt es nun, Konzentration und Motivation aufzubauen und nur noch Nachts von fernen Ländern zu träumen, um eines Tages wieder zurück zu kehren.

Herzliche Grüße aus der Traumwelt, dieser Schönen.

Freitag, 6. Februar 2009

ein letztes Mal Australien...

Das Ende ist nun definitiv gekommen. Aus Neuseeland habe ich mich bereits verabschiedet, von Australien verabschiede ich mich gerade jetzt mit einem letzten kurzen Aufenthalt in Sydney. Dies soll bedeuten: den ersten Flug habe ich bereits erfolgreich hinter mich gebracht und ich befinde mich nun gerade auf dem Flughafen in der australischen Weltmetropole. Viel zu berichten gibt es darueber nicht, ich wollte es euch nur mitteilen. In 90 Minuten startet mein zweiter und gleichzeitig laengster Flug nach Dubai.

Damit verabschiede ich mich nun endgueltig von Down Under, ohne jedoch nochmals den Hinweis gegeben zu haben, dass ich definitiv weiterhin hier meine Neuigkeiten (unter anderem noch ausstehende Berichte vom Laufe des Jahres) veroeffentlichen werde. Also bleibt mir bitte treu!

Liebe Gruesse,

Euer Markus

Donnerstag, 5. Februar 2009

Das war's!

Merkwuerdig. Zwei Worte, die alles sagen. Es ist vorbei. Die Zeit ist um. Ich komm heim...




















Der Gedanke ist schon sehr merkwuerdig, oder? Aber ich muss euch sagen, ich freue mich riesig! Endlich wieder alle wieder sehen. Alte Gewohnheiten in ihren Grundformen geniessen, einfach jegliches Detail anders betrachten und noch mehr schaetzen. Das wird auf mich warten, darauf freue ich mich schon so sehr! In zwei Tagen (und 2 Stunden oder so) ist es dann so weit...klasse!

Das wollte ich kurz vorweg sagen. Nun noch zu den Informationen ueber meine vergangenen Tage. Zuletzt hatte ich mich aus Queenstown gemeldet. Da waren wir noch einen weiteren Tag und haben ein wenig Filmforschung betrieben - rund um die Stadt wurden grosse Teile der Trilogie Herr der Ringe gedreht und da wir waehrend unserer Reise permanent die Filme geschaut haben, haben wir auch gut die Szenenbilder nachempfinden koennen. Und so spatzierten wir auf den Gipfeln rund um Queenstown herum, um ein wenig mehr in dieses ganz spezielle Feeling, Verzeihung, Gefuehl, hineinzugelanden. Ausserdem versuchten wir noch die Schoenheit der Landschaft bis ins letzte Detail in uns aufzusaugen und zu verinnerlichen - wir glauben, es ist uns gut gelungen.

Eine letzte Moeglichkeit gab uns dann noch die Fahrt am gestrigen Mittwoch ins Gebiet des Mount Cook's - seinerseits hoechster Berg Neuseelands. Und da wir Glueckspilze sind, zeigte sich auch jenes Bergmassiv in exakt jenem Moment des Besuchs von seiner allerbesten Seite und wir konnten die Schoenheit und Maechtigkeit dieses Gebirges erkennen. Wir nutzten das schoene Wetter um am spaeteren Nachmittag noch eine Wanderung zu einem mit Eisschollen versehenen See und liessen dort, ganz unserer maennlichen Natur, minutenlang Steine ueber den See springen...herrlich!

Am Abend ging es dann noch bis Lake Tekapo, wo wir unsere letzte Ruhestaette der Reise hatten. Heute ist schnell erzaehlt: der Tag bestand aus der Fahrt nach Christchurch und dem Saeubern des Autos. Und ja, ein wenig haben wir uns auch noch die Stadt angesehen...aber nur wenig!

Das waere es dann schon von hier. Meine Internetzeit verabschiedet sich langsam...aber bald sehen und hoeren wir uns wieder...endlich!

Bis dahin die allerliebsten Gruesse in die Heimat!

Euer Markus

Montag, 2. Februar 2009

Unterwegs auf der Südinsel Neuseelands

Die letzten Tage haben uns weit herum getrieben. Zunächst ging es die Ostküste südwärts gen Kaitoura, dann quer durch das Land nach Greymouth, anschließend die Westküste südwärts vorbei an Gletschern und ewigem Eis wieder hinein ins Landesinnere nach Queenstown. Anschließend ging es weiter gen Süden in die neuseeländische Fjordlandschaft, ehe wir nun wieder in Queenstown angekommen sind. Und wieder der Reihe nach…
Die Fährüberfahrt am Mittwoch war ganz unproblematisch und komfortabel. Bis auf dass ich die Uhrzeit verwechselt hatte (ich dachte wir würden 10 Uhr fahren, waren 9 Uhr da und waren auf 8 gebucht…), was letztlich nichts machte, da wir 13 Uhr fuhren, verlief alles wunderbar. Die verlorenen Stunden holten wir dann ohne weiteres auf, indem wir einfach am nächsten Tag mehr fuhren (554 Kilometer). Doch zunächst ging es am Mittwoch noch bis ins weiter oben erwähnte Kaikoura. Die Landschaft, die sich an der Küste entlang zog, ist wiedermal unbeschreiblich. Die Bergwelt hob sich auf beachtliche 1500 Meter und war ganz und gar gesäumt mit in der Abendsonne gülden schimmernden Gräsern. Traumhaft.
Der nächste Tag sollte uns dann in jene zuvor benannten Höhen hinauf führen, quer durch die Südinsel von Küste zu Küste. Ob es tatsächlich 1500 Meter waren, ist schwer zu sagen, aber auf jeden Fall fuhren wir durch die tollste Berglandschaft. Immer wieder hieß es „Kurve rechts, Kurve links, hoch, runter,…“. In Greymouth (an der Westküste) angekommen, entschlossen wir uns, noch weiter zu fahren und auf den Arthurs Pass hochzufahren. Leider sind neuseeländische Passüberquerungen nicht mit österreichischen zu vergleichen, doch auch hier erlebten wir tolle Landschaft von hinten bis vorne… Anschließend ging es wieder zurück an die Küste und in Hokitika schlugen wir das Nachtlager auf. Der nächste Tag wurde von großen, nassen Regenwolken überschattet, sodass wir in Franz Josef (ja, auch so heißen neuseeländische Städte) schon nach 170 Kilometer abbrachen und einen ruhigen Tag einlegten (inklusive Bad in heißen Thermalpools).
Samstag führte uns der Weg weiter die Westküste gen Süden bis nach Queenstown. Auf dem Weg in DIE neuseeländische Eventstadt fuhren wir noch zu den Gletschern Namens „Franz Josef“ und „Fox“. Der gemeine Neuseeländer ist sehr stolz auf jene landschaftlichen Besonderheiten, doch hat dieser noch keine Gletscher in der Schweiz gesehen. Daher waren es schlichtweg „normale“ Gletscher, in schöner landschaftlicher Umgebung. Anschließend ging es wieder auf und ab bis nach Queenstown.
In jener Stadt machte mein Kompagnon Michael dann am Sonntag den „Schritt zum richtigen Mann“ – er sprang Bungee. Da er schnell bemerkte, welch Dummheit er begehen würde, wollte er mich mit reinreiten und mit springen lassen… Erfolgreich (oder wie er es bezeichnet: unglücklicherweise) weigerte ich mich bis zum Schluss. Aber wenigstens habe ich ihn mit begleitet zur Sprungstelle – eine Gondel, hoch über einem 140 Meter tiefen Tal…schwankend und selbst zitternd konnte ich dann sehen, wie er sich die 134 Meter in die Tiefe stürzte… Es war interessant anzuschauen, doch nichts für mich (immerhin hat er mich durch seine Überredungskunst dahin gebracht, dass ich einem Skydive in Zukunft positiv gegenüber stehe und ihn sicherlich bei Zeiten auch durchführen werde…).
So ging es dann also mit einem „richtigen Mann“ (denn das wurde man in Vanuatu nach einem Bungeesprung) am Abend nach Milford Sound in das Mekka aller neuseeländischen Fjordtouristen.
An diesem sehr kalten Ort (Milford Sound) machten wir heute Morgen eine Bootstour durch den Fjord – beeindruckende Landschaft prasselte mal wieder im Überschuss auf uns ein. Glücklicherweise erwischten wir auch noch einen hervorragenden, wolkenfreien Morgen, sodass allerbestes Wetter herrschte. Nun sind wir wieder in Queenstown, wohin wir uns anschließend an die Bootstour gleich begaben. Die Fahrtstrecke bis zum Fjord und wieder zurück war eine der schönsten Straßen, die man sich vorstellen kann. Mitten durch Regenwald, entlang schier endloser Kilometer Uferstraße an diversen Seen bewegten wir uns fort. Einfach wunderbar.
So viel bis jetzt. Die Zeit neigt sich langsam aber sicher dem Ende entgegen. Ich muss sagen, mittlerweile freue ich mich sehr auf zu Hause. Ich muss erst einmal alle Eindrücke sammeln, ehe neue hinzu kommen können. Die nächsten Tage werden nun noch genossen und dann geht’s ab gen Heimat.

Dies von mir, jetzt liegt es wieder an euch alles zu lesen… achja, habt ihr ja bereits, wenn ihr hier angelangt seid. Ich vergaß ;)

Ganz liebe Grüße…

die Kiwi

Dienstag, 27. Januar 2009

Zwischenstation in der Hauptstadt – europäisches Flair in Wellington!

Mittlerweile haben wir uns bis zum südlichsten Zipfel der Nordinsel Neuseelands durchgeschlagen: nach Wellington. Die Fahrt zu diesem Ort war äußerst interessant, wenn auch die letzten 150 Kilometer eher etwas langweilig und eintönig waren. Doch umso interessanter war die Fahrt zuvor. Hindurch durch neuseeländisches Bergland, was jenen Namen durchaus verdient. Wieder der Reihe nach:
In Rotorua verbrachten wir zwei Nächte auf einem Campingplatz. Nach der ersten Nacht hatte ich noch einen Eintrag hinterlassen und wir hatten Hobbiton (Hobbingen) besucht. Wir verbrachten zwei Nächte dort, da es uns sehr gut gefallen hat. In jener vulkanisch sehr aktiven Region gibt es überall Thermalquellen beziehungsweise –bäder. So auch auf dem Campingplatz, sodass wir es uns jeden Abend im 40° heißen Wasser gemütlich machten.
Am gestrigen Montag brachen wir auf und besuchten diese sehr schwefelhaltige und nur so vor sich hin kochende Region. Es ist ein wahrhaftig einmaliger Eindruck, kochendes Wasser in freier Natur zu sehen. Doch auch der weitere Verlauf dieser Route, vorbei an Lake Taupo, hatte vieles zu bieten, unter anderem die Huka Falls (Hukawasserfall). 50 Kilometer ging es dann auf über 1000 Meter hoch (wir schätzen so circa 1500 Meter) in den Tongariro National Park. An jener Stelle sah ich dann auch zum ersten Mal in meinem Leben einen Vulkan (es waren sogar drei). Dieser Nationalpark wurde unter anderem auch bei der Trilogie Herr der Ringe als Drehort verwendet – für die Kenner: es stellt das Reich des Bösen dar, Mordor. Diese Landschaft war einfach nur einmalig, da sie, entgegen der Alpen, einfach so vor dir auftaucht. In den Alpen ist ein hoher Berg neben dem Nächsten, hier waren vielleicht 10 Berge (bis zu 3000 Meter Höhe) einfach so in der Landschaft. Umwerfend.
Die Weiterfahrt führte uns dann in ein kurvenreiches Flusstal, indem wir dann auch unser Nachtlager aufschlugen. Traumhaft, inmitten der Natur zu übernachten (die Straße war ein besserer deutscher Feldweg). Heute ging es dann einfach nur nach Wellington. Bis dahin gab es nichts zu sehen. Einfach ein bisschen fahren, mehr nicht. Da wir auch, um ehrlich zu sein, nicht so wirklich Lust auf Sightseeing von Städten haben (wahrscheinlich gab es davon zu viel in Australien), haben wir uns nur das nötigste hier angesehen. Das Wetter gab auch einfach nicht mehr her. Was ich berichten kann ist, dass Wellington sehr europäisch wirkt. Wir fühlten uns sehr in die Heimat versetzt…
Nun werden wir hier die Nacht verbringen und morgen 10 Uhr die Fähre nach Picton nehmen. Dann geht es auf der Südinsel weiter zu neuen Abenteuern… Für alle Interessierten habe ich hier noch unsere gefahrenen Kilometer der weiteren Tage (im vorletzten Bericht hatte ich schon mal zwei Zahlen geschrieben): Freitag 442 km, Samstag 405 km, Sonntag 240 km, Montag 342 km. Mittlerweile sind es also schon weit über 2000, die wir auf den Straßen der Nordinsel hinter uns gelassen haben.
Das war’s zunächst. Bis demnächst.

Euer Markus

Sonntag, 25. Januar 2009

Markus in Mittelerde - bei Frodo zu Besuch...

Hallo zusammen,

heute war ein sehr interessanter Tag. Wir waren in der Mitte Neuseelands, oder wie andere auch sagen: in Mittelerde. Doch zunaechst der Rueckblick:

Nachdem ich das letzte Mal geschrieben hatte, fuhren wir von Auckland aus gen Sueden und spaeter nach Osten. Am Ende des Tages waren wir in Thames, ausgangspunkt zur Coromandel Peninsula. Gestern fuhren wir dann jene Halbinsel komplett ab und begaben uns an der Ostkueste nach unten. Was da die Landschaft fuer uns vorbereitet hatte, konnten keine Worte in sich fassen! Traumhaft. Immer wieder diese schier unendlichen Wiesenhuegel. Und immerwieder auch im Hintergrund verbunden mit der Kuestenlandschaft. Ein landschaftliches Highlight nach dem Naechsten folgte auf unserer Fahrt gen Rotorura. Zusaetzlich sahen wir auch die Weltkiwihauptstadt, dessen Namen ich leider schon wieder vergessen haben und nur ein Blick in die im Auto liegende Karten weiterhelfen wuerde. Aber eines kann ich klar sagen: es war toll!

Heute stand am Morgen Rafting auf dem Plan. Der Hoehpunkt dieser 2 stuendigen Tour war ein 7-Meter-Wasserfall, den wir mit dem Boot gen Boden fuhren. Einfach herrlich und totaler Spass! Anschliessend begaben wir uns auf die Spuren der Herr-der-Ringe-Trilogie nach Hobbingen. Dort besichtigten wir den kompletten Drehort des Auenlandes und das Heim von Frodo und anderen kleinwuechsigen Figuren. Ebenfalls ein unbeschreibliches Erlebnis...

Nun steht das Abendbrot auf dem Programm und danach entspannen wir noch 2 oder 3 Stunden, ehe es morgen zu neuen Abenteuern rund um Rotorua und den Lake Taupo auf geht.

Bis zum naechsten Mal gruesst euch Hobbit Markus

Freitag, 23. Januar 2009

Markus in Neuseeland…

…da bin ich nun, so weit weg, wie nie zuvor. Doch noch immer so nah, wenigstens ab und zu in Kontakt zu bleiben. Zugegebenermaßen: Internet ist nicht wirklich so verbreitet in diesen Gefilden der Welt. Aber wir finden schon eine Möglichkeit, in Kontakt zu bleiben. Aber nun zu den wirklich wichtigen Dingen:
ICH BIN IN NEUSEELAND!!!
Das, was wir bis jetzt hier sehen durften, ist einfach nur wunderbar. Selten zuvor habe ich eine solch imposante Landschaft gesehen. Noch seltener zuvor ist solch imposante Landschaft die komplette Zeit um mich herum. Es lässt einfach nicht nach. Und es ist, wie es im Buche (oder im Film) steht… Im Vordergrund eine Schafs- oder Rinderherde, gefolgt von Weidelandschaft und im Hintergrund schier endlose grüne Wiesen, Hügel und Berge. Ein unbeschreibliches Erlebnis.
Zu meinen letzten drei Tagen will ich auch noch schnell etwas schreiben. Am Dienstag hatte ich einen sehr guten Flug. Ein Schnippen und die drei Stunden Flug waren vorbei und ich in dieser neuen Umgebung. Dann kurz 90 Minuten auf meinen Mitreisenden gewartet und ab in die Stadt. Der Abend wurde dann mit ein paar Bierchen abgeschlossen. Der nächste Tag sollte dann Startpunkt unserer Reise werden. Was noch fehlte, war der Camper. Also ging es ab zur Abholstelle, alle Dokumente ausgefüllt und losgefahren (nach einem kräftigen Einkauf für die kommenden Tage). An jenem Tag fuhren wir 234 Kilometer gen Norden, an Whangarei vorbei und übernachteten etwas weiter oberhalb der Stadt inmitten der Prärie.
Gestern fuhren wir dann an den nördlichsten Punkt Neuseelands, Cape Reinga. So, wie an dieser Stelle, muss man sich wohl am Nordkap fühlen. Es geht einfach nicht weiter. Man schaut nach vorn, nach rechts und nach links und sieht? Wasser…! Allerdings ist das, was im Rücken liegt, sicherlich um einiges imposanter als an jener nördlichsten Stelle Europas. Eine wahnsinnig vielfältige Küste, mit tollen Bergen und romantischen Stränden prägt das Bild. Der Hoehepunkt war dann noch, dass wir Delphine (wenn auch nur aus 500 Meter Entfernung) gesehen haben. Anschliessend ging es wieder diese Halbinsel gen Sueden zu unserem spaeteren Campingplatz. Gestern sind wir 554 Kilometer gefahren.
Heute haben wir den Weg gen Sueden fortgesetzt und befinden uns momentan wieder in Auckland. Hier werden wir nun ein bisschen Sightseeing nachholen und gegen Abend noch 100 bis 200 Kilometer fahren. Mal schauen, wie es so werden wird.
Morgen gehts nach Rotorua, wo Sonntag Rafting ansteht. Anschliessend werden wir uns in der Region Rotorua und Lake Taupo ein bisschen aufhalten. Endziel auf der Nordinsel ist Wellington, wo unsere Faehre gen Sueden am 28.01. starten wird. Bis dahin hoeren wir uns hoffentlich wieder. Ich versuche, jede Moeglichkeit fuer Internet wahrzunehmen, aber Neuseeland ist da nicht das allerbeste Land, was dies angeht (wie bereits geschrieben).

Dann sag ich einfach mal bis die Tage...

Eure Kiwi...

Montag, 19. Januar 2009

und hier gibt es noch weitere Bilder...

hoffentlich genießt ihr sie. Lasst euch, nebenbei gesagt, nicht vom schwarzen Punkt ärgern...der wird noch entfernt! Achtet einfach auf das Motiv und genießt die Idylle :)

Ausflug in den Regenwald


Whitsunday Islands 2009


Fraser Island Jeepsafari

Bilder...viel Spaß

Hier sind einige Bilder meiner Tripps...

Tauchen im Great Barrier Riff


Rafting

Markus in der Hauptstadt des Sunshine-States…Brisbane

Da ist er, mein letzter Tag. Schneller dagewesen, als gedacht. Genauso, wie jeder andere. Schon komisch irgendwie. Letztlich auch wie jeder Geburtstag. Man denkt lange daran. Sieht den Tag immer näher kommen. Und dann? Dann ist er da. Und er vergeht. Und ist vergangen. Und alles geht weiter. So ganz normal. Genauso ist er, mein letzter Tag. Ganz normal.
Der Vormittag verging und ich war hauptsächlich damit beschäftigt, mit dem Bus nach Brisbane zu fahren. Hier angekommen, checkte ich in mein Hostel ein und begab mich, natürlich, in die Stadt zum Sightseeing. Was kann ich über diese Stadt sagen? Ich weiß es nicht so richtig. Eines steht jedoch fest: vom Hocker hat mich Brisbane nicht gehauen. Ich würde sie im unteren Drittel meiner Erlebnisse einordnen. Stellt sich nur die Frage, ob dies an der Stadt liegt oder an meinem schwindenden Wahrnehmungsvermögen?!? Wer die Antwort weiß, kann sie mir ja mal mitteilen. Ich bin gespannt ;)
Für mich erscheint der australische Glanz, der in den anderen Städten im Rest des Landes steckt, eher als nicht vorhanden. Vielmehr macht mir Brisbane einen typischen, europäischen (oder Deutschen?) Eindruck. Einige hohe Häuser, ein dreckiger, allerdings sehr breiter Fluss und typisches Großstadtfeeling. Mir fehlt ein wenig das „Easy-going-Gefühl“… Aber wer weiß, vielleicht liegt es einfach nur an mir… kann schon sein!
Jedenfalls neigt sich der Tag langsam dem Ende entgegen und ich werde nun mal schauen, wie ich meine Taschen am Besten packen kann. Vielleicht fällt mir ja etwas ein, wie ich nochmals 2 Kilo verschwinden lassen kann. Wäre auf jeden Fall nicht schlecht!
Das war es dann gewesen, mit meinen Berichten aus Australien. Der nächste wird dann aller Voraussicht nach aus Neuseeland kommen. Daher verabschiede ich mich von euch heute mit einem dreifachen: „Aussi? Hoi! Aussi? Hoi! Aussi, Aussi, Aussi? Hoi, Hoi, Hoi!“
Euer „noch-wenige-Stunden“-Ozzi Markus

Sonntag, 18. Januar 2009

Auf den Spuren des Crocodile Hunters...

Wie gestern bereits kurz angeschnitten, bin ich mittlerweile in Noosa gelandet. Soll gleichzeitig heissen: die Reise ist fast vorbei. Der letzte Schritt nach Brisbane ist nur noch eine Frage der Zeit (also 2 Stunden, um genau zu sein) und auch nur noch einen Steinwurf entfernt. Doch bevor ich mich dahin auf den Weg begebe, habe ich noch einen kurzen Zwischenstopp in dieser sehr gemuetlichen Stadt gemacht.
Gestern angekommen, schwang ich mich in den stadteigenen Nationalpark - ja, hier in Australien gibt es selbst in Staedten Nationalparks. Und so verbrachte ich den Nachmittag mit einem 13 Kilometer langen Marsch quer durch das Staedchen, hindurch typisch australische Waelder, entlang malerischer Kueste und vorbei an Haeusern, von denen unsereins nur traeumen kann (oder wie wuerdet ihr ein Haus bezeichnen, dessen komplette, ich wiederhole, KOMPLETTE, Aussenwand aus Glas ist?!?). Geschafft aber reich an weiteren Eindruecken genoss ich den Abend und entspannte ein wenig...
Heute sollte dann der Grund meines Aufenthalts in Noosa auf dem Zeitplan stehen: Besuch des sogenannten Australia Zoo. Fuer alle die, welche die Hintergruende nicht kennen (sicherlich jeder), eine kurze Einfuehrung. Der Australia Zoo wurde von den Eltern eines gewissen Steve Irwin gegruendet. Steve Irwin wurde in Deutschland (und glaubt mir, auch ueberall auf der Welt) unter dem Namen "Crocodile Hunter" beruehmt. Bei uns konnte man ihn unter anderem Sonntags auf RTL2 in seiner australischen Tiersendung sehen. Wem der Name nichts sagt, aber wer vielleicht mal diese Sendung gesehen hat, sei gesagt: Steve Irwin ist der, der sich auf jedes Tier mit grosser Vorliebe gestuerzt hat und eine wunderbare, sehr anschauliche Tiersendung produzierte. Leider ist er vor etwas mehr als 2 Jahren durch einen Stachelrochen toedlich verletzt wurden. Der Australia Zoo, der in den 90ern durch ihn von seinen Eltern uebernommen wurde, ist aber weiterhin vorhanden und laesst, wir man ueberall sehen kann, ihn weiterleben.
So viel dazu: im Zoo kann man echt mit nahezu jeder Art australischen Tiers in Kontakt kommen. Stuendlich gibt es Vorstellungen, Mittelpunkt der Shows sind die Krokodilfuetterungen im Crocosseum (wie ein Kolloseum, wobei in der Mitte keine Gladiatoren kaempfen, sondern Krokodile erklaert werden).
Der Tag war super und ich habe nochmals in voller Ausfuerhlichkeit das australische Tierleben erkunden koennen (auch wenn es in einem Zoo war). So kann ich auch bis zuletzt die tollen Eindruecke aus den vergangenen 11 Monaten in mir aufnehmen und tief in mir verinnerlichen.
Leider ist damit meine Ostkuestenreise fast abgeschlossen. Morgen geht es noch nach Brisbane. Ich werde mich nochmals, sofern die Moeglichkeit vorhanden, aus der Hauptstadt des Bundesstaates Queensland bei euch melden.

Bis dahin die allerliebsten Gruesse nach Deutschland.

der Ozzi

Samstag, 17. Januar 2009

eine Bitte...

haette ich da noch: registriert euch doch bitte "oben rechts" als regelmaessige Leser. Einfach damit ich weiss, wer denn alles liesst (vielleicht sind es ja sogar mehr als 10 Personen...das waere was!) :)

Ganz lieben Dank dafuer!

Euer Markus

Wasser...ich brauch' Wasser: Fraser Island

Ich habe etwas ueberlegt, ob die Ueberschrift wie oben genannt heissen soll, oder doch eher "Sand ueberall: Fraser Island". Ich habe mich dann eher fuer das Wasser entschieden, da der Sand eh nicht zu kurz kommen wird im folgenden Beitrag und da ich ueber das Wasser im Koerper einiges gelernt habe in den vergangenen Tagen... Aber zunaechst von vorne.
Der Trip ging nicht erst am Mittwoch los, nein, er fing bereits am Dienstag mit einem einstuendigen Briefing und der darauffolgenden Alkoholbestellung fuer die Tour an. Warum ist das wichtig? Ganz einfach: das Briefing war aeusserst notwendig, da Fraser Island die groesste Sandinsel der Welt ist. Soll heissen: ausser Sandstrassen gibt es nichts anderes, um darauf zu fahren. Und da kaum einer schonmal zuvor auf solch einem Boden mit einem 4-WD (zu Deutsch: Allradantrieb) gefahren ist, musste entsprechend "gebrieft" werden... (wir Deutschen, oder vielmehr wir Sachsen, haben vielleicht schon Schneeerfahrung gesammelt, aber der gemeine Brite weiss nicht, wie er auf einem Untergrund fahren soll, der nicht fest ist... :D ) Die Alkoholbestellung war deshalb von geraumer Wichtigkeit, da zwei Abende Zeltvergnuegen vor uns liegen sollten und der Ein oder Andere seinen netten Absturz erlebt hat beziehungsweise erleben sollte (ich weise an der Stelle gleich mal darauf hin: ich gehoerte NICHT dazu!!! :) )
Der Mittwoch begann dann mit Auto bepacken (45 Minuten) und anschliessendem "praktischen" Briefing (jetzt konnten die Autos genauer unter die Lupe genommen werden). Nach zwei Stunden Besprechung sollte es dann los gehen. Schnell die 3 Kilometer zur Faehre zurueck gelegt, uebergesetzt, 2 Minuten gefahren und es hiess: Pause, bis die Flur zurueck geht... Die folgende Stunde wurde dann gleich mal genutzt mit gegenseitig beschnuppern und Bier trinken. Anschliessend, nachdem der Strand fuer einige 100 Meter befahrbar war, fuhren wir weiter und bogen ins Landesinnere ab, um die Flut zu umgehen. Nach 45 Minuten waren wir wieder zurueck am Strand und nach einer weiteren dreiviertel Stunde ging es auf die Allradstrecke in Richtung Lake Mckenzie. Ich sags euch: es ist echt etwas ganz anderes, auf solchen Strassen zu fahren. 30 Zentimeter tiefer Sand ist nicht einfach. Letztlich sollten wir an einer 10-Prozent-Steigung stecken bleiben und mussten wieder zurueck und eine andere Strecke nutzen.
Ich merke gerade, ich werde etwas zu ausfuerhlich...Jedenfalls...wir kamen dann nach geraumer Zeit an diesem traumhaften Suesswassersee an und genossen das tolle Wetter und den einzigartigen Strand. 2 Stunden spaeter brachen wir dann auf zu unserer Campingstelle, wo sich alle 7 Autos (jedes Auto hatte 10 beziehungsweise 11 Leute in sich) die Nacht verbringen sollten. Entsprechend lustig und gemuetlich wurde es dann auch. Auf dem Weg dahin betrachteten wir noch ein altes Schiffswrack...
Der Donnerstag galt dann dem Besuch von "Indian Head" und den "Champaign Pools". Da jeden Tag zwei Mal Ebbe und zwei Mal Flut ist, muss man sich auf solch einer Insel sehr nach den Gezeiten richten und ist entsprechend etwas eingeschraenkt. Aber so genossen wir die Zeit bei den Champaign Pools und entspannten ein wenig. (diese Stelle heisst so, da das ueber die Steine stroemende Wasser Schaum entstehen laesst und dies wie Champagner aussieht). Am Nachmittag entspannten wir noch bei Eli Creek, einem romantischen Wasserlauf mit kristallklarem Wasser...
Der letzte Tag brachte uns zu Lake Wabby. Dieser See ist in einem kritischen Zustand: er wird naemlich sterben. Der Grund? Sand ueber Sand wird in den See hineingespuelt und frueher oder spaeter ist er verschwunden. Doch so lange er noch existiert ist er einfach ein ebenfalls sehr traumhafter See, sehr romantisch mitten in der unberuehrten Natur gelegen...Von diesem Ort durfte ich dann bis nach Rainbowbeach zurueck fahren, wo das Abenteuer "Fraser Island" sein Ende nahm.
Das Fazit? Viele meiner Freunde erzaehlten mir, Fraser Island ist mit Abstand das Beste, was man in Australien erleben kann. Dem kann ich nicht zustimmen, denn: es gibt einfach zu viele tolle Orte, zu denen unbestritten Fraser Island gehoert. Fuer mich gibt es kein "Bestes". Wenn, dann muss ich alles Erlebte auf diese Stufe setzen. Aber es waren unbeschreibliche Momente auf dieser Insel, die in Erinnerung bleiben werden. Es ist ein tolles Fleckchen Erde, was man nur schwer wieder finden wird! Das weitere Fazit ist: Sand ist einfach ueberall. Ich denke, selbst in Deutschland (wo ich am 07.02. wieder sein werde) werde ich noch Frasersand finden.
Und dann waere da noch das Ding mit dem Wasser: man hoert immer "trink ja deine zwei Liter am Tag, dein Koerper braucht das!" Lieb wie ich bin, bin ich diesem Rat immer gefolgt, mehr allerdings um guten Willen zu zeigen, als wirklich daran zu glauben. An den drei Tagen auf Fraser Island hab ich in etwa 20 (!!!) Liter Wasser getrunken. Nein, nicht 2 am Tag...6 bis 8 am Tag. Und das besondere ist, dass ich nur ein oder zweimal auf Toilette musste (jetzt mal die alkoholbedingten Gaenge vernachlaessigt). Warum schreib ich das? Seit diesem Erlebnis glaube ich daran. Der Koerper verbraucht hier soviel Energie, schmeisst so viel Fluessigkeit heraus. Ich habe meinem Koerper 8 Liter Wasser zugefuegt, und er hat es nicht abgegeben. Er hat es einfach gebraucht. Eine faszinierende Tatsache, die jeden von uns ein bisschen nachdenklich machen sollte ;) Leute, trinkt! Es hilft und ist notwendig ;)

Soviel dazu. Das naechste Mal hoert ihr mich dann aus Noosa. Bis dahin wuensche ich euch einen tollen Samstag! Geniesst das Wochenende ;)

Euer Wassermarkus

Montag, 12. Januar 2009

I am saylin', we are saylin'...

Kennt ihr dieses Lied von Rod Stewart? Ja? Das lief heute morgen, als wir zu unserer Rueckfagrt nach Airlie Beach aufbrachen. Per Segelboot. Segeln. Und das, an einem der schoensten Plaetze der Welt, an denen man segeln koennte: Whitsunday Islands...perfect!
Die letzten beiden Tage waren echt super. Am Samstag gestartet, nahmen wir Kurs auf Cook Island (die zweitgroesste der 74 Insel der Whitsunday-Gruppe). Dort schnorchelten wir dann das erste Mal. Die erste Etappe wurde auch gleich genutzt, um zum ersten Mal die Segel auszufahern und Fahrt aufzunehmen. Wenn sich langsam die eine Seite des Bootes anhebt und die andere sich immer mehr gen Wasser neigt, dann kommt so richtig das eigentliche Segelgefuehl auf. Als Wellenreiter im Meer unterwegs. Phantastisch...! Nach dem Schnorchelgang wurde dann noch bis zur Ankerstelle geschippert. Alles ganz ruhig und laessig...wie es sich fuer Australien gehoert!
Der zweite Tag bestand dann besonders aus dem Besuch der Whitsunday Island (Hauptinsel der gleichnamigen Inselgruppe und gleichzeitig auch groesste). Hier liegt der, unter anderem von National Geographic bezeichnete, 3.-beste Strand der Welt. 99,8% der Bestandteile sind aus Silicium. Bei einem Blitzeinschlag in diesen Strand wuerde foermlich Glas entstehen. Die Mischung mit ein bisschen Quarz laesst ihn einmalig aussehen und zu einem feinen, weissen Paradies werden. Da der Wasserstand 10.40 Uhr am hoechsten war und ein Grossteil des Strandes daher verschwunden war (4,3 Meter ueber normaler Hoehe aufgrund der Flut), musste wir bereits 6 Uhr ablegen. Hatte aber den Vorteil, dass wir 12 Uhr schon weiterfahren konnten und dann noch zwei weitere, tolle Plaetze zum Schnorcheln hatten. Einfach einmalig, im Great Barrier Reef zu schnorcheln (geschweige denn zu tauchen, aber das war ja schon etwas eher...).
Am Abend gab es dann, fast haette ich es vermisst, ein typisches australisches BBQ (Barbeque oder hier auch Barbie genannt). Es hatte ja noch gefehlt. Das Essen war super und letztlich wurde der Abend noch in geselliger Runde abgeschlossen. Am letzten Tag, Montag, war dann der seglerische Hoehepunkt an der Reihe. Zunaechst liess es Skipper Rob noch etwas ruhiger angehen, sollte allerdings zur Folge haben, dass wir anschliessend eine umso groessere Brise abbekamen. Und so segelten wir dahin, mit gefuehlten 50 Grad Neigung...schon interessant, dieses Gefuehl und Erlebnis.
Zu meiner Ueberraschung konnte ich dann in Airlie Beach bei meiner Rueckkehr Katie und Jim, zwei tolle Menschen, die ich zuvor auf Magnetic Island traf, wiedersehen. Damit wurde dann auch die letzte Zeit bis zu meiner Busabfahrt 18 Uhr ueberbrueckt. Mittlerweile bin ich in Rainbow Beach angekommen, nachdem ich 16 Stunden Busfahrt waehrend der Nacht hinter mich gebracht habe. Morgen geht es dann zur Jeepsafari nach Fraser Island. Ich werde mich dann in 3 Tagen wieder bei euch melden.
Bis dahin verbleibe ich mit den allerbesten Gruessen aus dem (wenigstens in meinem Part) sehr warmen Australien.

Euer Markus

P.s.: sollten euch Meldungen zu Ohren gekommen sein, dass ueber der Ostkueste Australiens ein Zyklon umherspukt, so muss ich dem zustimmen. Allerdings ist er mir etwa eine Woche hinterher und ich hoffe, dass er mich nicht bis Brisbane einholen wird.